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Meerbusch hitzesicher machen
Einzelbäume · Suchräume · Flächenarten
Diese interaktive Karte der Stadt Meerbusch zeigt die Flächen des Liegenschaftskatasters, die amtlichen Gebäudegrundrisse und die Suchräume, also Straßenraum ohne Kronenschatten. Dazu die Hitzebelastung aus der Klimaanalyse NRW 2026, und zwar getrennt nach Tag und Nacht. Die Baumstandorte sind hier keine amtliche Erhebung, sondern aus dem Oberflächenmodell selbst abgeleitet.
Kühlt die Fläche um mein Haus nachts ab, und wenn ja, wie stark? Wo könnten neue Bäume stehen, und wo wären sie am hilfreichsten? Wie viele Bäume gibt es hier eigentlich?
Auf 64,4 km² leben 56.947 Menschen. Erfasst sind 181.388 Bäume, 2.165 Suchräume und 850 Aufenthaltsorte, davon 457 unter 10 Prozent Beschattung. An einem typischen Sommertag liegt die Hitzebelastung auf 60,3 Prozent der Stadtfläche bei mindestens 35 °C — der Schwelle, ab der die VDI-Richtlinie 3787 von starker Wärmebelastung spricht. In der Extremnacht bleiben 64,1 Prozent der Fläche über 20 °C und damit im Tropennacht-Bereich.
Wer in der Hitze wohnt
„Heiß“ folgt hier festen, vorgegebenen Schwellen — gezählt werden die beiden obersten von fünf Klassen.
Bezug PET um 15 Uhr, typischer Sommertag.
Das 100-Meter-Gitter erfasst 57.112 Einwohner, 44.041 davon in den Klassen 4 und 5. Die amtliche Zahl liegt mit 56.947 niedriger — sie stammt aus einer anderen Quelle und von einem anderen Stichtag. An der Gemeindegrenze liegt es nicht: Jede Zelle zählt nur so weit, wie sie im Gemeindegebiet liegt.
Hitze und fehlender Schatten zusammen: 29.262 dieser Menschen wohnen dort, wo mehr als die Hälfte des Straßenraums im Umkreis von hundert Metern zugleich in den heißen Klassen liegt und unter 10 % Kronenschatten hat — das sind 66,4 % der oben Gezählten. Über das bewohnte Gebiet gerechnet sind 56,3 % des Straßenraums heiß und ohne Krone. Die Hälfte als Grenze ist eine Setzung, keine Messung: Fragt man nur, ob irgendein solches Stück in der Nähe liegt, trifft es in bebautem Gebiet auf fast jeden zu.
Wo fehlender Schatten besonders riskant ist
| Art | gesamt | in Klasse 4+5 | davon unter 10 % Schatten |
|---|---|---|---|
| Spielplatz | 68 | 36 | 20 |
| Schule | 15 | 14 | 8 |
| Arztpraxis | 10 | 10 | 7 |
| Kita | 21 | 18 | 7 |
| Soziale Einrichtung | 12 | 9 | 6 |
Alle 48 Standorte sind auf der Karte verzeichnet — ein Klick auf die Art öffnet sie dort.
Die Schnitte liegen bei 23,0, 29,0, 35,0, 41,0 °C gefühlter Temperatur und sind vorgegeben, nicht aus dieser Karte gerechnet. Klassengrenzen nach VDI 3787: ab 35 °C starke, ab 41 °C extrem starke Wärmebelastung. Absolute Schwellen, nicht Quantile — damit zwischen Städten vergleichbar.
Bundesweit vergleichbar: Dort, wo die Menschen hier wohnen, zählt der Deutsche Wetterdienst im Mittel 10,3 Heiße Tage im Jahr — Tage mit mindestens 30 °C Lufttemperatur, Normalperiode 1991-2020. Über die Jahre 2016-2025 sind es 14,3. Diese Zahl stammt für jede Karte dieser Reihe aus derselben Quelle und lässt sich deshalb zwischen Orten vergleichen — anders als die Klassen darüber. Dafür beschreibt sie die Gegend und nicht das Stadtinnere: Auf ein Kilometerraster interpoliert, löst sie keine Wärmeinsel zwischen Hinterhof und Park auf.
Das Zensusgitter ist zum Schutz kleiner Fallzahlen verrauscht. Aussagen über einzelne Zellen oder Hausblocks sind damit nicht zulässig; über ein Stadtgebiet mittelt sich das Rauschen heraus. Gezählt wird die Wohnbevölkerung, nicht die Tagesbevölkerung: Wer zum Arbeiten, Einkaufen oder zur Schule herkommt, ist nicht enthalten.
Statistische Ämter des Bundes und der Länder, Zensus 2022, Bevölkerungszahl je 100-m-Gitterzelle (dl-de/by-2-0)